MEISTERSCHÜLER.com | DieKunstVomGlauben
MEISTERSCHÜLER.com | DieKunstVomGlauben

GLAUBEN(s)LEBEN | Schaukasten

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem letzten Plakat in diesem Jahr, welches sich unter die 150 Jahr Feier unserer Gemeinde stellt, erkennt man eine Ansammlung von Menschen, die sich beliebig auf einem Platz aufhalten. Das Bild ist aus der Vogelperspektive aufgenommen worden. Es sind Alte, Junge und Kinder, Männer und Frauen, diverse Nationalitäten, Gruppen oder Einzelne. Unter dem Foto ist Paulus‘ Ermahnung aus dem 12. Kapitel des Hebräerbriefes angeführt.

Ich glaube, dass sich jeder dieser Aufforderung gerne anschließen möchte und dass sie ein Bedürfnis in uns anspricht, welches wir alle kennen.

Aber warum ist es dann so schwer in Frieden mit allen Menschen zu leben? Ich denke, dass einer der Gründe darin liegt, dass wir meistens unsere Umwelt und unseren Nächsten aus unseren Erfahrungen heraus erleben und beurteilen. Unsere subjektiven Wahrnehmungen werden so manches Mal mit objektiven Eindrücken verwechselt. Wir interpretieren und werten nach Maßstäben, die wir selber aufgestellt haben. Unsere eigene Urteilsfähigkeit ist die Richtschnur, nach der wir messen.

Nun ist Paulus‘ Aussage in einem ganz bestimmten Kontext eingebettet. Denn er schreibt weiter: „Und bemüht euch, ein heiliges Leben nach dem Willen Gottes zu führen, denn wer nicht heilig ist, wird den Herrn nicht sehen. Achtet aufeinander, damit niemand die Gnade Gottes versäumt. Seht zu, dass keine bittere Wurzel unter euch Fuß fassen kann, denn sonst wird sie euch zur Last werden und viele durch ihr Gift verderben.“ Nicht wir, sondern Gott selber legt die Normen unseres Umgangs fest. Es soll uns nicht darum gehen, dass der andere mit mir im Frieden lebt, sondern ich soll mich bemühen, den Frieden zu schaffen. Ein heiliges Leben bedeutet ein Leben, das ganz und gar Gott gehört. Und dies nicht nur am Sonntag im Gottesdienst!

Auf einander achten“ bedeutet nicht, dass ich den anderen überwache, sondern, dass ich achtsam mit ihm umgehe und ihn höher stelle, als mich! Luther hat mit „Jagt dem Frieden nach!“ übersetzt. Also geht es nicht darum, um jeden Preis Recht zu behalten und meine persönlichen Vorstellungen dem Anderen aufzubürden, sondern alles dranzusetzen, versöhnlich mit meinem Nächsten - nach den Maßstäben Gottes - umzugehen. Die Gnade Gottes gilt jedem! Den Anderen mit den Augen Gottes zu betrachten, wirklich jeden achtsam im Blick zu haben, dies ist Gottes Wille. Glauben Sie daran, dass Gott Sie wirklich lieb hat? Und dass er nur das Beste für Sie im Sinn hat? Dann müssen Sie auch akzeptieren, dass Gott genauso über Ihren Nächsten denkt!

Paulus warnt auch vor einer Konsequenz, die Unversöhnlichkeit und Eigensinn nach sich ziehen kann. „Bittere Wurzeln“ entstehen dann, wenn ich meine eigenen Erwartungen und mein eigenes Wohlergehen von den Handlungen der Menschen abhängig mache und mich nicht auf Gottes Handeln einlasse/verlasse und dem Schöpfer des Alls vertraue.

Vielleicht leiden Sie aber auch unter der Erfahrung, dass Sie alles „richtig“ gemacht haben und trotzdem ein Mitmensch Ihnen das Leben zur Hölle macht. Gott ist auch dort dabei. Er steht Ihnen zur Seite und möchte, dass Sie Ihren ganzen Frust und Zorn und Ihre Verzweiflung in dieser ausweglosen Situation vor Seine Füße werfen. Denn da ist der beste und einzige Ort dafür (s.a. Epheser 4, 25ff).

Wenn ich mich von meinen Erwartungen frei mache und ich mit Gottes Wirken rechne, dann verwirkliche ich die Aufforderung  Paulus‘:

Liebt einander, weil auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat

als Gabe und als Opfer, das Gott gefällt.

Aus dem 5. Kapitel des Epheserbriefes.

 

Und wenn Ihnen der Spruch bekannt vorkommt, dann vielleicht, weil er auf dem vorherigen Plakat abgebildet war.

 

Miriam Hofmann, Oktober 2012

 

 

 

AKTUELLES

 

einzigARTich|Ausstellungen

"ABC der Gnade"

Gruppenausstellung des Kunst-Forums der FeG Bonn

20.11.2016 Vernissage

Dauer 12 Monate

 

 

 

 

 

 

 

Alle  gefundenen Rechtschreib- oder sonstige Fehler dürfen behalten werden.

 

 

Alle hier veröffentlichten Bilder, Fotos, Gedichte, Artikel und Geschichten sind urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen nicht, auch auszugsweise, ohne meine ausdrückliche Genehmigung kopiert, vervielfältigt und/oder veröffentlicht werden.

 

Ich hoffe auf und bitte um das Verständnis der ehrenwerten Leser!

 

 

 

Das Landgericht Hamburg hat mit Urteil vom 12.05.1998 entschieden, dass man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.  Für all diese genannten Adressen gilt: ich habe keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der Seiten. Deshalb distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller angegebenen Seiten auf allen Webseiten inkl. aller Unterseiten. Diese Erklärung gilt für alle ausgebrachten Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen Links oder Banner führen.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© M. Hofmann